Warum können manche Menschen ausbrennen und andere nicht?

Als ich noch bei einem großen Automobilkonzern gearbeitet habe, habe ich meinen heutigen Lebensgefährten kennen gelernt. Eine Zeit lang hatte ich das Gefühl in meinem Traumjob angekommen zu sein. Alles schien perfekt. Ich hatte freie Bestimmung über meinen Arbeitsalltag, ich hatte einen Dienstwagen und ich hatte das Gefühl, dass ich etwas bewirken kann. Doch dann änderte sich die Strategie des Unternehmens. Ich erhielt neue Aufgaben, mehr Verantwortung und ein größeres Gebiet, das ich betreuen sollte. Gerade den neuen Aufgaben fühlte ich mich nicht gewachsen. Auch eine umfangreiche Schulung konnte an meiner zunehmenden Unsicherheit nichts ändern. Die neue Aufgabe lag nicht im Bereich meiner Talente. Dadurch fühlte ich mich zunehmend inkompetent. Von außen schien das keiner zu bemerken. Alle waren zufrieden mit meiner Arbeit, nur ich nicht. Ich selbst wurde meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht und fühlte mich immer schlechter und mein innerer Kritiker sagte mir „Du bist fehl am Platz. Das lernst du nie. Die anderen sind viel besser als du!“.

Mein Lebensgefährte hatte zur gleichen Zeit zwar andere, aber doch auch neue Aufgaben und mehr Verantwortung. Ihn stresste das aber überhaupt nicht. Klar gab es Tage, an denen er mal müde und erschöpft war, aber diese zunehmende Unzufriedenheit, diese innere Leere und das Gefühl nicht mehr zu genügen, das kam bei ihm, solange ich in der Firma war, nie auf.

Da ist mir das erste mal aufgefallen, dass zwei Menschen, die ähnliche Aufgaben erledigen, nicht zwangsläufig gleich gestresst sein müssen. Mir wurde klar, dass mein Gefühl von gestresst und ausgebrannt sein, mit mir selbst zu tun haben muss.

Ich beschäftigte mich zunehmend damit und erkannte im Rahmen meiner Weiterbildung, dass es Persönlichkeitsstrukturen gibt, die zum Ausbrennen neigen. Ehrlich reflektierte ich mich selbst und erkannte mich in einigen wieder.

Persönlichkeitsstrukturen, die zum Ausbrennen neigen:

  • Überengagement mit dem inneren Antreiber, es allen Recht machen zu wollen
  • Immer 100% abliefern wollen und bloß keine Fehler machen
  • Innere Peitsche mit dem Antreiber „Mach schnell!“
  • Sehr hoher Anspruch an sich selbst
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Nicht „Nein“ sagen können
  • Wilder Aktionismus, weil es kein klares Ziel vor Augen gibt

Ich nahm mir die Punkte heraus, die auf mich zutrafen und wollte einfach nach und nach alles anderes herum machen. Das heißt, öfter Nein sagen, mir Fehler zugestehen, die eigenen Ansprüche etwas runter schrauben und es auch nicht mehr jedem Recht machen.  Doch das ist leichter gesagt, als getan. Wir benötigen dafür viel Geduld – vor allem mit uns selbst und in der Regel geht es nicht ohne Hilfe von außen, denn oft fehlen uns selbst die Ideen, wie wir unsere inneren Dämonen bekämpfen und endlich innerlich frei werden können. Dazu ist es hilfreich, sich professionelle Unterstützung zu holen.

Du bist neugierig geworden und willst mehr über das Thema Stressmanagement erfahren? Dann melde dich jetzt zu einem kostenlosen Gespräch mit mir an. Klicke dafür auf folgenden Link: Unser Termin wartet (janine-richter.com)


 

 

Impressum             Datenschutz

Diese Website ist kein Teil der Facebook Website oder Facebook Inc. Außerdem ist diese Seite nicht im Auftrag der Facebook Inc entstanden.